Namen genügen nicht

„Wie gross sind die Chancen?“ Neue ZZ vom 1. Dezember

Eigentlich, so hofft der Zuger Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel im obgenannten Interview, müsste jeder Zentralschweizer und jede Zentralschweizerin die Namen der „noch ausstehenden Bahnprojekte“ auswendig können. Er meint damit den Zimmerberg-Basistunnel II, den Tiefbahnhof Luzern und den Axentunnel.

Allerdings müssten die gut informierten Innerschweizer auch noch auf drei weitere Fragen eine Antwort geben können, nämlich:

1. Was kosten diese drei Projekte?

2. Ist der Zimmerbergtunnel in dieser Dimension überhaupt noch nötig, nachdem längst bekannt ist, dass es sich hier um keinen eigentlichen NEAT-Zubringer mehr handelt, weil auf dieser Strecke keine Güterzüge, sondern nur wenige Nonstopzüge zwischen Zug und Zürich verkehren werden?

3. Wäre folglich das vom VCS seit längerer Zeit propagierte Projekt «Zimmerberg light» mit einem zweiten parallelen Tunnel durch den Albis und einem – im Gegensatz zum 11 km langen Basistunnel viel kürzeren! – neuen Zimmerbergtunnel Sihlbrugg–Horgen Oberdorf nicht eine echte und endlich einmal seriös zu prüfende Alternative, weil etappier- und damit rascher realisierbar, weitaus kostengünstiger und zum Vorteil aller Zugverbindungen zwischen Zug und Zürich?

Gerne hoffen bahninteressierte Zuger/innen auf eine überzeugende Antwort.

Urs Diethelm, Geschäftsführer VCS Zug

[erschienen in der «Neuen Zuger Zeitung» vom 3. 12. 2010]

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